Heise 22.07.2026
15:00 Uhr

heise+ | Spiele-Engines: Warum viele erfolgreiche Studios auf Unity setzen


Unity, Unreal, Godot oder was Eigenes? Viele Studios setzen bei der Spieleentwicklung auf Unity und sind damit erfolgreich. Wir haben nach den Gründen gefragt.

heise+ | Spiele-Engines: Warum viele erfolgreiche Studios auf Unity setzen

Angeblich sehen sie alle gleich aus: Spiele, die mit der Unity Engine entwickelt wurden, haben den Ruf, alle dieselben Assets zu verwenden. Das ist natürlich ebenso ein Vorurteil wie der Eindruck, dass alle Unreal-Spiele schön sind, dafür aber schlecht laufen. Spiele-Engines, die Entwicklungsumgebungen für Computerspiele, werden in der Branche weithin genutzt und setzen Standards. Einzelne Games prägen ihren Ruf, aber was davon der Engine zuzuschreiben ist und was nicht, können nur wenige wirklich beurteilen. Sowohl Unity als auch Unreal kommen seit Jahrzehnten mit Erfolg für ganz verschiedene Spiele zum Einsatz. Gerade bei Indie-Studios erfreut sich die Godot-Engine wachsender Beliebtheit. Und manche Studios programmieren Teile der Spiele oder gleich die ganze Engine lieber selbst.

Die Entscheidung ist nicht leicht: Es gibt bedeutende Unterschiede zwischen den Engines und ihren Tools und Workflows, und die notwendige Einarbeitungszeit hindert die Studios daran, für ein Spiel mal eben zu einer anderen Engine zu wechseln.

Für unsere Artikelserie haben wir bei 16 deutschen Game-Studios nachgefragt, welche Engine sie verwenden und weshalb sie sich dafür entschieden haben. Alle Studios haben professionelle Erfahrung in der Spieleentwicklung für Computer und Spielkonsolen. Mobile und XR-Studios bleiben aus Platzgründen außen vor. Dabei kommen Fachleute aus ganz unterschiedlich großen Teams zu Wort, die täglich mit der Spiele-Engine arbeiten, und erklären, welche Vor- und Nachteile die Engine in welchen Einsatzszenarien hat. In dieser Folge unserer Artikelserie konzentrieren wir uns auf Unity, bereits im ersten Teil haben wir mit Studios gesprochen, die auf die Unreal Engine setzen. Weitere noch folgende Teile der Artikelserie berichten aus der Praxis mit Godot und Eigenentwicklungen.